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Raucherberatung

Wer von den Rauchern wollte nicht schon das eine oder andere Mal damit aufhören. Doch „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.“ Oder ist es doch umgekehrt? Fest steht, dass Raucher sowohl psychisch als auch physisch von der Zigarette abhängig sind.

Nikotin hat je nach Situation die Eigenschaft anzuregen, die Konzentration zu stärken, abzulenken, zu beschäftigen, zu beruhigen, zu entspannen oder ganz einfach zu schmecken. Das macht das Aufhören oftmals so schwierig. Es müssen verschiedene Strategien entwickelt werden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Wenn man aufhören möchte, empfiehlt es sich, das eigene Rauchverhalten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, um festzustellen, wie stark das Suchtverhalten ist und wie man ihm am besten entgegentreten kann.

Abhängig ist man vom Nikotin. Zur Befriedigung dieser Abhängigkeit nimmt man in Kauf, dass Zigarettenrauch mit über 4000 verschiedenen Stoffen - dazu gehören viele Schadstoffe, die krebserregend oder giftig sind - inhaliert wird. Über 40 im Rauch enthaltene Substanzen werden als krebserregend eingestuft: dazu gehören u. a. Benzpyrene, Nitrosamine, Benzol, Acrylonitril, die Schwermetalle Blei und Cadmium sowie radioaktive Stoffe (Polonium-210).

Andere giftige Substanzen schädigen die Atemwege und die Lunge sowie das Herz, den Kreislauf und das Gefäßsystem. Hierzu gehören in erster Linie das Kohlenmonoxid (CO), Zyanid (Blausäure), Stickoxide und die so genannten freien Radikale.

Haben Sie sich erstmals entschieden, das Rauchen aufzugeben, gibt es mehrere Möglichkeiten sich von Ihrer Gewohnheit zu lösen. Manche wählen den radikalen Ansatz eines totalen Rauchstopps, andere beginnen ihren Zigarettenkonsum zu reduzieren.

Zur Vermeidung der Nebenwirkungen bei Konsumreduktion können Nikotinersatzpräparate als Unterstützung hilfreich angewendet werden. Mit dem Nikotinersatz werden Körper und Psyche die in der Ausstiegsphase dringend benötigten Entspannungsphasen ermöglicht.

Das Nikotin in den Ersatzprodukten wird langsam im Körper aufgenommen und nimmt dem Raucher das körperliche Verlangen nach Nikotin. Die Anfangsdosis kann im Laufe der Zeit stetig reduziert werden, bis aus dem Raucher ein Nichtraucher geworden ist.

Denken Sie daran: nicht das Nikotin löst Krebs aus, sondern andere Inhaltsstoffe des Tabaks, wie zum Beispiel Teer, Benzol oder Formaldehyd. So ist jede nicht gerauchte Zigarette bereits eine Wohltat für Ihren Körper.

Nichtrauchen lohnt sich – Wussten sie schon?

  • Nach 20 Minuten beginnen sich Puls und Durchblutung zu normalisieren,
  • Nach 8 Stunden ist das Kohlenmonoxid aus dem Blut entfernt und der Sauerstofftransport verbessert.
  • Schon nach 24 Stunden beginnt das Herzinfarktrisiko geringer zu werden.
  • 48 Stunden später verbessern sich Geruchs- und Geschmackssinn.
  • 1 Jahr später ist das Risiko von Herz-/ Kreislauferkrankungen halb so hoch wie bei einem Raucher.
  • Die Lunge erholt sich schnell. Nach 5 Jahren ist das Lungenkrebsrisiko halbiert.
  • 15 Jahre später entspricht das Risiko für Herzinfarkt dem eines Nichtrauchers.

Wir unterstützen sie mit kompetenter Beratung bei der Auswahl der für Sie passenden Nikotinersatzmittel (Pflaster, Kaugummi, Inhalator, Sublingualtabletten u.v.m.).